2025 war ein Weckruf. KI ist angekommen – technisch, medial, wirtschaftlich.

Aber heißt das automatisch, dass alle bereit sind? Oder dass KI allein uns wettbewerbsfähig macht?

👉 In meinem neuen Artikel hinterfrage ich genau diese Annahme:
Warum Technik ohne Menschen nicht kreativ wird.
Warum „KI spricht mit KI“ kein Fortschritt sein muss.
Und warum wir im HR-Bereich gerade Gefahr laufen, Entscheidungshoheit aus der Hand zu geben.

Zwischen Hype, Angst und Realität fehlt oft der Blick für die Komplexität menschlicher Prozesse.
Nicht alles, was automatisierbar ist, sollte automatisiert werden.

💡 Meine These: 2026 wird nicht das KI-Jahr – sondern das Jahr der Entscheidung, wie menschlich wir KI einsetzen.

Das zurückliegende Jahr 2025 wird man rückblickend sicher als eine Art Weckruf verstehen können. Jeder, der sich bisher nicht mit dem Thema KI beschäftig hat, sollte nun unweigerlich verstanden haben, dass das eine große technische Neuerung und Umwälzung der Technologie, die wir überwiegend täglich nutzen, auf uns zu rollt.

Doch wenn das so klar ist, warum möchte ich an dieser Stelle darauf eingehen? Nun, man vergisst häufig sehr schnell, dass die eigene „Bubble“ nicht automatisch der Wissenstand oder die Meinung aller anderen Menschen sein muss.

Ganz im Gegenteil. Denn auch wenn es sich sicher viele, vor allem der intensiv LinkedIn Nutzer nicht vorstellen können, es gibt eine Vielzahl von Menschen, die mit diesen ganzen Entwicklungen bisher gar keine Berührungspunkte hatten und auch gar nicht daran interessiert sind, daran etwas zu ändern.

Und das ist deswegen wichtig, weil allenthalben angenommen wird, dass ohne KI bald rein gar nichts mehr läuft und nur KI dazu führen kann, dass man wettbewerbsfähig bleibt.

Insbesondere im HR-Bereich ist diese Strömung sehr ausgeprägt und neue Anbieter entstehen ständig und überall. Von daher möchte ich zum neuen Jahr auf zwei Dinge aufmerksam machen, die aus meiner Sicht diese sehr positive Ansicht in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen.

Dabei sei angemerkt, dass ich der gesamten Technologie sehr aufgeschlossen gegenüberstehen und auch im Unternehmen ein Verfechter der Anwendung neuer Technologien bin. Allerdings wird mir meiner Meinung nach immer noch viel zu stark polarisiert. Aus beiden Richtungen. Entweder gibt es Menschen, die alles mit den neuen Tools abbilden wollen oder solche, die weiter mit Excel arbeiten und sich auf nichts Neues einlassen wollen.

Das wird meiner Meinung nach aber der Komplexität der technischen Zusammenhänge und dem Umstand, wie tiefgreifend auch die internen Prozesse angepasst werden müssen, nicht gerecht.

Das möchte ich anhand von zwei Beispielen deutlich machen.

2026 - Das KI Jahr?
2026 – Das KI Jahr?

Der Mensch als Nadelöhr – KI Technik allein macht noch nicht kreativ

Wie Eingangs schon angedeutet, besteht meiner Meinung nach ein großes Missverhältnis zwischen den Möglichkeiten der neuen Technologien und deren tatsächlicher Nutzung. Das hat viel mit der Digitalkompetenz jedes Einzelnen zu tun. Gleichzeitig ist es aber auch ein Beleg dafür, dass Technologie allein nie ausreichen wird, um alle Menschen auf ein gleiches Leistungs- oder Motivationsniveau zu heben. Sicher ist das irgendwo die Vision. Allerdings muss man sich dabei vor Augen halten, dass es auch schon vor einigen Jahren, also als KI noch lange nicht in der Realität angekommen war, eine Vielzahl an technischen Lösungen gab, die einen Wissenszugriff für jedermann bereitgestellt haben. Schon seit einigen Jahren ist es möglich, Apps, Webseiten oder Internetshops quasi ohne Fachwissen zu erstellen. Und ja, es gab und gibt eine Menge von Menschen, die sich das zu Nutze machen. Aber und das ist die Kehrseite, natürlich längst nicht in dem Maße, wie das möglich wäre. Und auch seit Einführung der KI-Tools sind außerhalb dieser technischen Lösung nicht mehr Start-Ups auf der digitalen Ebene entstanden als bisher. Im Gegenteil, die wirtschaftlich Gesamtlage dämpft das Thema eher, woran auch KI-Tools nichts ändern. Denn viele der Unternehmen bieten die KI-Lösungen quasi als eigenes Produkt an. Das macht den Zugang leichter, ist aber eben nicht immer zwingend etwas wirklich Neues.

Was will ich damit nun sagen? Ganz einfach, Kreativität und Unternehmergeist lassen sich nicht technisch implementieren. Wenn ich jemand bin, der gerne technische Lösungen ausprobiert und neue Dinge umsetzt, werde ich das immer tun. Dabei werde ich automatisch alle zur Verfügung stehenden Dinge ausprobieren und nutzen. Egal ob das nun eine HR-Software in meinem Unternehmen ist oder ich eben etwas ganz Eigenes auf die Beine stellen will.

Und genau hier liegt das Problem. Denn auch wenn sich die Technik verändert hat. Die Menschen verändern sich entweder gar nicht oder eben sehr langsam. Natürlich kann die Technologie dabei helfen, wenn Einstiegshürden verringert werden. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass selbst die neuen KI-Tools dann eben schlussendlich nur so genutzt werden, wie alle Tools bisher. Die breite Masse wird nur an der Oberfläche der Möglichkeiten bleiben und unter dem Strich werden die technischen Möglichkeiten nicht vollumfänglich eingesetzt.

Natürlich wird sich das im Laufe der Zeit, zumindest bis zu einem gewissen Grad ändern. Aber wenn man sich überlegt, wie niedrig oft der Zugang zu Technik ist und auch der Wille, sich darauf einzulassen, wird man sich fragen müssen, ob nicht die Menschen mit diesen neuen Techniken auch etwas überrumpelt werden. Ein gutes Beispiel ist die Terminvereinbarung beim Arzt. Hier hat es lange gedauert, bis sich alle daran gewöhnt haben. Mittlerweile funktioniert das gut. Heißt das im Gegenzug, dass jeder, der sich um einen Job bewirbt, Willens oder in der Lage ist, sich seine Interviewtermine selbst zu buchen? Meiner Meinung nach bisher leider noch nicht.

Dafür braucht es Zeit und die werden wir uns bei der Adaption neuer Technologien wohl nehmen müssen.

Das Problem – KI spricht mit KI

Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass es noch etwas länger dauert. Aber kurz vor Weihnachten war es in meiner technologischen Bubble das erste Mal soweit, dass Maschinen mit Maschinen gesprochen haben.

Was ist passiert? Nun, ich bekam von der Ki-Anruf-Assistentin eines befreundeten Unternehmers einen netten Anruf, in dem mit Neuigkeiten und Weihnachtsgrüße überbracht worden sind.

Habe ich das Gespräch selbst angenommen? Natürlich nicht, vor Weihnachten ist ja viel zu viel los. Und so hat mein KI- Anrufbeantworter im IPhone das Gespräch angenommen, transkribiert und mich darüber informiert.

So weit so gut sollte man meinen. Aber genau an dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob das wirklich der Sinn der Sache sein soll? Natürlich finde ich die Funktion im IPhone toll. Allerdings führt das Konstrukt trotzdem dazu, dass ich mich mit der Nachricht auseinandersetzen muss. Auch nicht anders, als hätte ich ein E-Mail erhalten. Und insofern ist das technisch sicher nett und modern, bringt für mich aber keinen echten Mehrwert. Erst recht nicht, wenn es sich bei dem Anrufer auch um einen Bot handelt.

Und genau das ist der Vorbote für kommenden Zeiten im HR-Bereich. Mittlerweile gibt es Tools, meist im Ausland gehostet, die den Bewerbern versprechen, ihre Bewerbung auf jeder auch nur halbwegs in Frage kommende Stelle anzubieten. Da ist dann von hunderten Bewerbungen in kurzer Zeit die Rede. Wenn das nun aber eine nennenswerte Anzahl von Bewerbern macht, werde Unternehmen, gerade in Zeiten einer wirtschaftlichen Abkühlung, so von Nachrichten zugeschüttet, dass sie nur mit technologischer Aufrüstung reagieren können. Und dann reden wieder Maschinen mit Maschinen.

Aus meiner Sicht ist das der falsche Weg. Das auch, weil es in diesem Zuge natürlich dazu führt, das die Systeme selbständig entscheiden werden, wen man absagen sollte und wen nicht.

Nun bin ich als Personalberater naturgemäß darauf geeicht, Menschen und Perspektiven zu sehen, gerade wo das andere Leute oder Systeme nicht können. Nur den Beruf eine einen Wohnort abzugleichen, kann in der Tat auch ein System.

Aber meiner Meinung nach sollte man sich hier die Entscheidungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen. Zu groß ist das Risiko, dass Talente durch das Raster fallen.

Und das wird noch schlimmer, wenn man das gar nicht mitbekommt. Einige Systeme präsentieren nämlich bereits heute nur noch die „Netto Auswahl“ und den „Rest“ muss man mühsam suchen.

So ist es mir auch auf LinkedIn passiert. Auf eine Stellenausschreibung hin, hat der Algorithmus nämlich Bewerbenden, ohne dass ich das initiiert hätte einfach schon mal im Voraus abgesagt. Das spart sicher Arbeitszeit, hinterlässt bei mir aber das Gefühl, dass ich bevormundet werde.

Und wenn dann der zwischen KI und KI ausgehandelte Bewerbende am Montag zur Tür reinkommt, müssen doch Mensch und Mensch miteinander klarkommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch gute menschliche Begegnungen und ein erfolgreiches Jahr 2026 !

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